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Müller-Thurgau
Mit einer Geschichte von mehr als hundert Jahren gilt der Müller-Thurgau als älteste und gleichzeitig erfolgreichste Neuzüchtung. Professor Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau verdankt sie ihre Existenz und ihren Namen. Das Synonym Rivaner ist eine Kurzfassung der Worte Riesling und Silvaner. Diese beiden Sorten sah man lange Zeit als Eltern des Müller-Thurgau an. Nach jüngsten Untersuchungen
mit DNA-Analysen ist der Müller-Thurgau das Ergebnis einer Kreuzung von Riesling x Madeleine
Royale die eine Zuchtform des Chasselas ist. Müller-Thurgau-Reben stehen in fast allen deutschen Anbaugebieten. Die größten Flächen
in Deutschland haben wir in Rheinhessen,
Baden, Franken und die Pfalz. Die Rebsorte reift früh und liefert süffige, manchmal blumige, mit einem feinfruchtigen Muskataroma versehene Weine. Die Säure fällt eher mild, mitunter auch überraschend spritzig aus. Meist
sind es sich um trockene oder restsüße Qualitätsweine. Besonders
gut gelingen die Müller-Thurgauweine aus Südtirol und dem Trentino
wo sie 90% des italienischen Anbaus dieser Rebsorte bestreiten.
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