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Amarone della
Valpolicella
Sie
fallen eigentlich gar nicht so sehr auf, die kleinen Berghütten
im Valpolicella, wenn man nicht weiß, dass dort auf den Hängen
Trauben sanft vom Wind getrocknet werden um ihnen das Wasser zu
entziehen. Diese Vorgehensweise ist vergleichbar mit dem deutschen
Eiswein dem der Wasseranteil des Traubensaftes durch Frost entzogen
wird und somit beim Keltern praktisch nur der nicht gefrorene
zuckerhaltige Extrakt ausgepresst wird. Fast genau so verfährt man
mit den Trauben des Amarone, die Ende Februar bis Anfang März zum Keltern
aus den Hütten in die Kellereien geholt werden. Nach langsamer,
geführter Gärung erhält man den trockenen Recioto Amarone della Valpolicella, einen der berühmtesten Rotweine Italiens.
In den letzten Jahren gehen die
führenden Kellereien dazu über die Trauben in Kellerräumen
einzulagern, wo diese in luftdurchlässigen Plastikkisten einem
sanften Luftzug ausgesetzt werden. Dies ermöglicht eine genaue
Temperaturkontrolle und absolute Gesundheit der eingelagerten
Trauben.
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